Tu das, so wirst du leben!
Konfirmandinnen und Konfirmanden der Ev. Kirchengemeinde Rotthausen haben für den Vorstellungsgottesdienst am 7. Februar 2010 die Erzählung vom barmherzigen Samariter (Lukas 10) mit Masken umgesetzt und folgende Predigt entworfen:
Wir schauen auf die Geschichte vom barmherzigen Samariter. Viele von uns sind bei dem Satz hängen geblieben: Tu das, so wirst du leben! In dieser Geschichte geht es darum, für sich das richtige Leben zu finden.
Der barmherzige Samariter macht es richtig! Er sieht die Not und die Verletzungen des Menschen am Straßenrand. Er hilft ihm, rei-nigt und verbindet die Wunden und bringt ihn in ein Gasthaus, damit er sich erholen kann!
Es ist ganz einfach, der Samariter ist mit ganzem Herzen dabei. Er hilft dem Verletzten bis er wieder alleine zurecht kommen kann. Er läßt ihn nicht im Regen stehen. Und das ganz unentgeltlich, im Gegenteil, er zahlt dem Wirt 2 Silbergroschen für die Pflege!
Diese Großzügigkeit ist uns aufgefallen. Auch heute brauchen wir Menschen wie den Samariter, die sich einsetzen und helfen, wo es nötig ist. Für uns heute sind das freiwillige Helfer, die in Organisationen wie Greenpeace, Brot für die Welt, Unicef, Ashadeep oder jetzt ganz aktuell in Haiti mitarbeiten. Und noch viele mehr, die ehrenamtlich und unbezahlt ihre Zeit und ihre Kraft einsetzen, um anderen zu helfen.
Oft ist es so, dass gerade die Menschen am ehesten helfen, die selbst schon mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatten und daher wissen, wie wichtig Hilfe ist! Sie sind mit ganzem Herzen dabei! Und das ist gut!
Aber leider sind nicht alle so! In der Geschichte ist es nur eine einzige Person.
Oft erleben wir, dass Menschen sich nur mit halbem Herzen, also nur scheinbar, für andere einsetzen. Sie wollen gut da stehen und tun nur, als ob. Sie sagen, man muss anderen helfen, tun aber selber nichts! Manche von uns haben solche Erfahrungen mit Lehrerinnen und Lehrern gemacht. In der Schule wird jemand gemobbt und keiner tut wirklich etwas dagegen. Auf der Straße wird jemand verprügelt und Passanten schauen einfach weg. Oft sind es gerade diejenigen, die alles haben, die sich aber nicht wirklich für andere interessieren. Sie sind nur, wenn überhaupt, mit halbem Herzen dabei.
Und das ist schlecht! Weil es verlogen ist. In der Geschichte sind das leider die meisten Personen.
Wir aber wollen doch das wirkliche Leben finden. Was ist das eigentlich?
Wirkliches Leben ist ein glückliches Leben, in Frieden und Gerechtigkeit, frei, fröhlich, gesund, voller Träume, zusammen mit Menschen, denen man vertrauen kann. Das gilt es zu suchen, mit ganzem Herzen, das fällt uns nicht einfach in den Schoß.
Manchmal muss man auch für seine Ziele kämpfen und nicht sofort aufgeben, manchmal muss man vollen Einsatz zeigen, wie der Samariter, gegen alle Widerstände!
Und man findet dieses Leben nicht nur für sich allein! Es ist nur ehrlich und ein Leben in Wahrheit, wenn man sein Leben gestaltet, ohne anderen zu schaden.
Tu das, so wirst du leben! Amen!

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